Zen Geschichte

"Ein junger Mann kam zu einem Zen-Kloster und wurde traditionsgemäß vom Klostervorsteher zum Meister gebracht. Der fragte ihn : "Warst du schon einmal bei uns?" Der Pilger antwortete : "Nein, noch nie. Ich möchte aber gerne die Meditationspraxis hier kennenlernen." Da sprach der Zen-Meister : "Gut, dann geh erst einmal und trinke eine Tasse Tee!"
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Teegeschichte

tee_geschichte_1  Tee findet seinen Ursprung in China, wo man ihn schon vor 5000 Jahren genoss und ihn als Heilmittel verwendete.   Im 6. Jahrhundert nach Christus brachten buddhistische Mönche den Tee nach Japan, wo er bald Gegenstand der bis ins kleinste Detail vorgeschriebenen strengen japanischen Teezeremonie wurde. Im Jahre 1610 erreichte die erste Teelieferung aus Japan, mit Segelschiffen, Amsterdam. Die Holländer waren von da an die einzigen europäischen Tee-Importeure. 1669 stiegen die Engländer ebenfalls in den Teehandel ein. Die von den Engländern gegründete East India Company hatte daraufhin bis 1833 das Monopol für Teeimporte. Aber auch auf dem Landweg wurde Tee transportiert. Teekarawanen transportierten Tee von China aus quer durch die Mongolei und Sibirien bis nach Russland. Der russische Karawanentee galt als qualitativ besser, da er, im Gegensatz zu Tee, der auf dem Seeweg transportiert wurde, nicht der feuchten Seeluft und dumpfen Schiffslagerräumen ausgesetzt war.

Von England und der englischen Aristokratie ausgehend, wurde Tee in Europa bald ein begehrtes Handelsgut und fand immer mehr Anhänger. Diese brachten den Tee auch mit in die Neue Welt, wo der Tee um 1760 auf dem dritten Platz der importierten Handelsgüter stand. Diese Tatsache nahm die britische Regierung zum Anlass, Tee in den Kolonien mit hohen Steuern zu belegen, um das Finanzloch, das der siebenjährige Krieg gerissen hatte, zu stopfen. Diese Steuern verursachten im ganzen Land Proteste und obwohl die Steuern bald darauf wieder drastisch gesenkt wurden, war es schon zu spät: Am 16. Dezember 1773 verkleideten sich Mitglieder der Freimaurerloge Saint Andrew in Boston als Mohikaner, enterten die im Hafen liegenden Schiffe der East India Company und warfen 342 Kisten Tee über Bord. Diese 'Boston Tea Party' gilt als Auftakt zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Im 19. Jahrhundert wurde Tee verstärkt in Indien angebaut. Dadurch verlor China seine herausragende Stellung im Teeanbau. Nachdem das Teeimport-Monopol der East India Company 1834 fiel, bekam die britische Schifffahrt aus Amerika starke Konkurrenz. Dieser versuchte man mit schnellen Segelschiffen mit großer Ladefläche entgegenzutreten. Diese Teeclipper, darunter die auch heute noch erhaltene 'Cutty Sark', beherrschten 50 Jahre lang die Weltmeere bis 1869 der Suezkanal eröffnet wurde, welcher die Tee-Route um 7000 km verkürzte und nun auch Dampfschiffen die Gelegenheit gab, nach Südost-Asien zu fahren, da es nun genügend Gelegenheiten gab, Kohle aufzunehmen. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte Tee noch einmal einen besonderen Boom. Tanztee-Veranstaltungen in sogenannten 'Tea Houses' bei denen der neu nach Europa gekommene argentinische Tango getanzt wurde, waren der Renner bei der feinen Gesellschaft der wilden zwanziger Jahre.

Heutzutage ist Tee das populärste Getränk der Erde mit einer jährlichen Weltproduktion von 2,9 Mio. Tonnen.

Anbau und Ernte der Teepflanze

tee_1Tee wird auf Plantagen angebaut, um den weltweiten Bedarf zu decken. Zum optimalen Wachstum braucht die Teepflanze ausreichend Wasser und viel Sonne. Die Teepflanze, bzw. die Teeinhaltsstoffe, entwickeln sich unterschiedlich. Güte und Aroma des Tees werden durch Pflanze, Anbaugebiet, Bodenbeschaffenheit, Klima, Lage, Erntezeit und Verarbeitung bestimmt.Tee in höheren Lagen wächst langsamer und entwickelt einen feinen, aromatischen Charakter.

Traditionell beginnt die Ernte des Tees im März. Es wird der „weiße Tee“ gepflückt. Das junge Blatt ist an der Unterseite behaart. Es wird nach kurzer Trockenzeit blanchiert und gerollt, sowie später weiter getrocknet. Ab Mai beginnt eine weitere Pflückperiode. Nun sind die Teepflanzen, nachts und in den Morgenstunden, mit einem Nebel bedeckt. Diese Tautropfen setzen sich an den Teeblättern ab und verleihen dem Tee ein leichtes Aroma. Diese Ernte der Teepflanzen wird in der Verarbeitung mit weiteren Duftblüten aromatisiert, um den Geschmack zu stärken. Im Sommer und Herbst folgen weitere Pflückungen.

Das Teepflücken wird noch immer sehr traditionell gehandhabt. In Afrika kommen vereinzelt Maschinen zum Einsatz, doch in Sri Lanka und in Indien wird der Tee noch von Hand gepflückt – was nach wie vor die beste Qualität verspricht, da hier die Plantagenarbeiterinnen und –arbeiter bei jeder Pflanze die pflückreifen von den noch nicht so weit entwickelten Sprossen unterscheiden. Eine Pflückerin erntet durchschnittlich 16 - 24 kg Teeblätter, das entspricht ca. 4 - 6 kg fertigem Tee. In niederen Lagen wird Tee bis zu 30 Mal im Jahr, in Höhenlagen "nur" 15 Mal geerntet, da er hier langsamer wächst. Nach dem Pflücken werden die Blätter für die Weiterverarbeitung in die Fabriken geliefert. Im Gegensatz zu Kaffee, welcher in roher Form ausgeführt wird und erst im Verbrauchsland durch Verlesen und Rösten seine endgültige Gestalt erhält, wird Tee bereits auf den Plantagen im Ursprungsland aufbereitet und als fertiger Tee exportiert. Durch die unterschiedlichen Teeinhaltsstoffe schmeckt jeder Tee anders. Auch wenn er von der selben Pflanze gewonnen wird.

Herstellung von Tee

Tee wird heutzutage auf zweierlei Art und Weise hergestellt:

Nach dem "orthodoxen" Verfahren:

tee_herstellung_1  Zum Welken werden die Teeblätter nach der Ernte auf Trockengestellen flach ausgebreitet, wobei sie ca. 30% ihrer Feuchtigkeit verlieren. Das Welken macht die Teeblätter weich und geschmeidig und ist für die weiteren Arbeitsschritte sehr wichtig.

 Beim Rollen werden die Teeblätter auf eine starre Unterlage gelegt und von oben durch einen kreisenden Zylinder gerollt. Dabei werden die Zellwände der Teeblätter aufgebrochen und der Zellsaft kommt mit Sauerstoff in Verbindung.

 Bei der Fermentation oxidiert der ausgetretene Zellsaft und verändert dabei die Farbe und den Geschmack der Teeblätter. Dieser Prozess dauert etwa ein bis zwei Stunden und die Teeblätter werden dazu in großen Wannen oder auf Tischen ausgebreitet. Um die Oxidation zu fördern wird der Raum außerdem mit Wasserdampf befeuchtet. Die richtige Fermentation ist ein wesentlicher Faktor für die Qualität des Tees. Durch die Fermentation werden die Bitterstoffe im Tee abgebaut.

 Die anschließende Trocknung wird bei 85-95°C durchgeführt und dauert ca. 20 Minuten. Durch sie wird der Tee haltbar und die durch die Fermentation kupferrot gewordenen Teeblätter färben sich dunkelbraun bis schwarz. Beim abschließenden Sortieren wird der Tee durch Rüttelsiebe in die verschiedene Blattgrade sortiert.

und nach dem sog. "CTC-Verfahren":

tee_herstellung  Beim CTC (Crushing-Tearing-Curling)-Verfahren wird anstelle des Rollens mit einer glatten Walze eine Walze mit Dornen eingesetzt, die die Teeblätter in gleichgroße Blattteile zerreißt. Dadurch entstehen ausschließlich Blattgrade der Stufe Fannings und Dusts. Durch die vergrößerte Oberfläche dauert die Fermentierung nur ein Bruchteil des orthodoxen Verfahrens.

 Nachdem der Tee eine dieser beiden Verfahren durchlebt hat, wird er in die verschiedenen Länder exportiert.

Tee Lagerung

tee_lagerung_1  Tee ist aromaempfindlich, er verändert sein Aroma bei unsachgemäßer Lagerung und nimmt auch Fremdgerüche schnell an. Deshalb werden Teeblätter oft in geschlossenen Behältern kühl, dunkel und trocken aufbewahrt. Optimal sind fest zugerollte Teetüten. Bei der Verwendung von Dosen kommt es schneller zu Alterungseffekten: Die aromagebenden ätherischen Öle schwinden und der Teegeschmack wirkt muffiger.

Nach Anbruch sollte Tee in ca. 10 Wochen verbraucht werden. In ungeöffneten Packungen gilt er hingegen bis zu drei Jahre nach der Ernte als frisch. Trockener Tee ist fast unbegrenzt lagerfähig, sofern die alterungsbedingten geschmacklichen Veränderungen hingenommen werden. Tee wird oft getrennt von allen Arten Gewürzen und Küchengerüchen aufbewahrt, gelegentlich in kleinen Schränkchen oder einer Truhe. Auch aufsteigender Dampf vom Herd oder Spülbecken schadet dem Teearoma.

 
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